Wer regelmäßig Altmetall sammelt oder einfach alte Gegenstände aus Metall entsorgen möchte, stellt sich oft die Frage: Wie viel Geld bekommt man aktuell für 100 kg Mischschrott? Die Antwort darauf hängt von verschiedenen Faktoren ab – vom aktuellen Marktpreis über die Zusammensetzung des Schrotts bis hin zur jeweiligen Annahmestelle. In den folgenden Abschnitten werfen wir einen genaueren Blick auf die aktuellen Schrottpreise und darauf, wie du den Wert deines Mischschrotts selbst berechnest.
Aktuelle Schrottpreise: Was bringt 100 kg Mischschrott?
Die Preise für Mischschrott schwanken ständig, da sie vom Weltmarktpreis für Metalle abhängen. Im Jahr 2024 lag der durchschnittliche Preis für Mischschrott bei etwa 0,15 bis 0,30 Euro pro Kilogramm – je nach Region und Abnehmer. Damit ergeben sich für 100 Kilogramm Mischschrott etwa 15 bis 30 Euro Erlös. Es kann jedoch deutliche Unterschiede geben, wenn der Metallanteil besonders hoch oder niedrig ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Art des Mischschrotts. Unter dem Begriff „Mischschrott“ versteht man in der Regel eine Sammlung unterschiedlicher Eisen- und Nichteisenmetalle – häufig mit einem variablen Anteil an Anhaftungen wie Kunststoff, Gummi oder Lack. Je reiner dein Schrott ist, desto höher fällt der Preis aus. Einige Schrotthändler bieten auch separate Vergütungen an, wenn der Anteil an Nichteisenmetallen (z. B. Kupfer oder Messing) überdurchschnittlich ist.
Auch regionale Unterschiede können sich bemerkbar machen. In Ballungsräumen mit mehreren Schrotthändlern ist die Konkurrenz oft größer, wodurch bessere Preise möglich sind. In ländlichen Gebieten oder bei kleineren Abgabemengen kann der Preis hingegen niedriger ausfallen. Es lohnt sich also, mehrere Angebote einzuholen und die aktuellen Tagespreise zu vergleichen.
So berechnest du den Wert deines Mischschrotts richtig
Um herauszufinden, wie viel dein Mischschrott wert ist, solltest du zuerst das Gewicht genau bestimmen. Die meisten Sammelstellen nutzen zwar geeichte Waagen, doch eine eigene Vorab-Schätzung hilft bei der Preisverhandlung. Verwende am besten eine stabile Personen- oder Industriewaage, um das Gewicht möglichst genau zu ermitteln. Danach multiplizierst du das Gewicht einfach mit dem aktuellen Kilopreis – und erhältst so den ungefähren Erlös.
Allerdings reicht das reine Gewicht nicht immer aus, um den tatsächlichen Wert zu bestimmen. Da Mischschrott häufig aus verschiedensten Metallarten besteht, ist es sinnvoll, die Zusammensetzung grob zu prüfen. Enthält dein Schrott zum Beispiel größere Mengen an Edelmetallen wie Kupfer, Aluminium oder Edelstahl, kann sich der Erlös deutlich erhöhen. Einige Recyclinghöfe trennen solche Bestandteile vor Ort und vergüten sie separat.
Schließlich solltest du bei der Kalkulation auch Transport- und Entsorgungskosten berücksichtigen. Während Abgabestellen in der Nähe den Transport oft kostenlos ermöglichen, können bei größeren Entfernungen Kosten für Benzin oder Anlieferung anfallen. Diese ziehen den tatsächlichen Gewinn leicht nach unten – daher lohnt sich ein kurzer Vergleich verschiedener Anbieter vorab in jedem Fall.
Zusammengefasst kann man sagen, dass 100 kg Mischschrott aktuell etwa 15 bis 30 Euro einbringen – abhängig von Reinheit, Zusammensetzung und regionalem Marktpreis. Wer die Zusammensetzung seines Schrotts genau kennt und die Tagespreise im Auge behält, kann das Optimum aus seinem Altmetall herausholen. Auch wenn der Betrag auf den ersten Blick klein wirkt, summiert sich der Erlös bei größeren Mengen oder regelmäßiger Abgabe schnell – und schont zudem die Umwelt durch nachhaltiges Recycling.